Bewegung im Bürostuhl
Mai 20Um den Anforderungen an eine ergonomische Sitzweise zu genügen, muss ein Bürostuhl mehr bieten, als eine Sitzfläche. Welche Kriterien sollte er also erfüllen?
Individualität
Abstrakt betrachtet zwingt ein guter Bürostuhl den Beschäftigten nicht in eine Sitzposition, in der er sich nicht wohlfühlt. Vielmehr unterstützt er eine gesunde Körperhaltung, indem er sich an verschiedenen Stellen individuell auf die Bedürfnisse seines Benutzers einstellen lässt. Je mehr Komponenten des Stuhls dabei flexibel verstellbar sind, umso günstiger wirkt sich dies auf den Bewegungsapparat des Beschäftigten aus.
Anpassungsfähigkeit
Optimal ist also ein Bürostuhl, bei dem sich nahezu alle Bauteile in Höhe, Tiefe und Breite problemlos anpassen lassen. Angefangen bei der Höhenverstellbarkeit von Sitzfläche und Armlehnen setzt sich die Anpassungsfähigkeit des Stuhls über eine veränderbare Tiefe der Sitzfläche sowie verstellbare Neigungswinkel von Sitzfläche und Rückenlehne fort und reicht bis hin zu der Möglichkeit, die Weite zwischen den Armlehnen verstellen bzw. die Armlehnen ganz nach hinten abdrehen zu können. Ergonomisch geformte Sitzfläche sowie Rücken- und Armlehnen ergänzen die Alltagstauglichkeit eines guten Bürostuhls ebenso, wie adäquate Polsterung und Bezüge.
Stabilität
Bei allen beweglichen Teilstücken muss der Bürostuhl dennoch standsicher und stabil sein. Dies gelingt im Wesentlichen durch ein zu Größe und Beweglichkeit des Bürostuhls passendes Fußkreuz mit mindestens fünf Armen, an denen die Laufrollen befestigt sind. Diese Laufrollen verfügen über einen eingebauten Bremsmechanismus, dessen Wirkung aufgehoben ist, sobald der Stuhl besetzt wird. Der Handel hält Laufrollen für verschiedene Böden bereit.
Prüfsiegel
Ergonomiesiegel, wie das “BG-Prüfzert” oder das TÜV Rheinland-Siegel “Ergonomie geprüft”, bescheinigen, dass ein Bürostuhl ergonomisches Sitzen ermöglicht.
